Von der Geschichtenerzählerin zur Bloggerin

Stapel Bücher In diesem Blogartikel wird es sehr persönlich. Ich möchte mich allen meinen Bloglesern kurz vorstellen und schildern, wie ich eine Bloggerin geworden bin. Dadurch möchte ich Ihnen die einmalige Möglichkeit bieten, sich einen Eindruck über die Autorin des Dolmetschbar-Blogs zu verschaffen.

Geschichten lesen

Schon als Kind mochte ich das Erzählen von Geschichten. Als ich noch ganz klein war und selbst noch nicht lesen und schreiben konnte, haben mir meine Eltern und Großeltern Geschichten aus unterschiedlichen Büchern vorgelesen. Neben Märchen waren es Kindergeschichten, Erzählungen oder Kurzgeschichten. Später, als ich bereits die ersten Buchstaben lesen konnte, wollte ich selber Bücher lesen und freute mich über jedes geschenkte Buch. Bis heute bin ich der Meinung, dass zu Weihnachten unbedingt ein Buch gehört. Meine Mutter hatte mir und meinen Geschwistern jedes Jahr mehrere Bücher zu Weihnachten, anderen Anlässen oder auch einfach mal so, wenn wir nichts mehr zu lesen hatten, geschenkt.

Geschichten vorlesen

Neben Lesen mochte ich auch das Vorlesen. So las ich in den Ferien zusammen mit meinen Geschwistern und Großeltern immer gemeinsam ein Buch nach dem Anderen. Wir haben uns immer beim Vorlesen abgewechselt und hatten größten Spaß dran, die Entwicklung der Geschichten zusammen zu verfolgen sowie sich über das Gelesene auszutauschen. Gelesen haben wir neben typischen Kinderbüchern vor allem die Klassiker der tschechischen Literatur wie “Babička” von Božena Němcová oder “Pantáta Bezoušek” von Karel Václav Rais.

Ich mochte auch Gute-Nacht-Geschichten, die mir vorgelesen wurden. Jedes mal wenn ich krank war, gab es für mich keine größere Freude, als ein Buch vorgelesen zu bekommen bzw. wenn die Krankheit schon am Abklingen war, selber zu lesen.

Geschichten nacherzählen

Meine jüngere Schwester und mein kleiner Bruder mochten es, wenn ich Ihnen immer vor dem Schlafengehen alles nacherzählt habe, was ich gerade in einem Buch gelesen hatte. Sie lauschten immer aufmerksam und mochten meine Erzählungsart sehr. Bis heute erinnern sie sich gerne an mein Erzählen vor dem Schlafengehen.

Geschichten schreiben

Von Geschichten lesen und nacherzählen ist es nicht mehr so weit zu Geschichten selbst zu verfassen. Dies war auch bei mir so. Tagebücher, Kleingeschichten, Gedichte, Theaterstücke, Artikel für die Schülerzeitung, Erzählungen u.ä.

Über jedes gelesene Buch habe ich einen kleinen Aufsatz geschrieben, um sich auch noch später daran erinnern zu können, wer die Helden des Buches waren und worum es in den Geschichten ging sowie um meine eigenen Gedanken und Eindrucke zum Buch festzuhalten.

Theaterstücke

Neben Tagebüchern und Kleingeschichten habe ich auch Theaterstücke geschrieben und diese dann zusammen mit meinen Geschwistern, Cousinen und Freunden vor unseren Eltern und Großeltern aufgeführt. Dabei war ich nicht so sehr als Schauspielerin, vielmehr als Theaterautorin und Regisseurin tätig. Jedes Jahr in den Sommerferien habe ich mir ein Theaterstück ausgedacht, geschrieben und dann zusammen mit Familie und Freunden in privaten, kleinen Rahmen aufgeführt. Es hat immer sehr viel Spaß gemacht. Alle erinnern sich gerne bis heute noch daran.

Gedichte

Außer Geschichten habe ich auch Gedichte geschrieben. So ist es irgendwann Tradition geworden, dass ich jedem Familienmitglied – meinen Eltern, Großeltern oder anderen nahen Verwandten – neben einem Geschenk und einer selbst gebastelten Glückwunschkarte ein selbst geschriebenes Gedicht geschenkt habe. Meine Oma bewahrt die Gedichte bis heute wie einen großen Schatz auf.

Schülerzeitung

In der Schule habe ich zusammen mit meiner besten Freundin eine Schülerzeitung herausgebracht. Wir waren zwei Chefredakteurinnen, die für die Aufmachung und den Inhalt der Zeitschrift verantwortlich waren sowie selbst Artikel verfasst, Interviews geführt, ja sogar – damals noch an einer mechanischen Schreibmaschine – die Artikel getippt haben.

Aufgenommene Geschichte

Eines meiner großen Werke war eine Fantasiegeschichte, die ich geschrieben und mit einem alten Kassettenrekorder aufgenommen habe. Vorgelesen wurde sie von meinem damals siebenjährigen Bruder. Die amateurhaft aufgenommene Kassette haben wir dann meiner Schwester zu Weihnachten geschenkt. Neben der ausgedachten Geschichte war auch ihre Aufmachung dank des kindhaften Vorlesens meines Bruders, der gerade das Lesen gelernt hatte, sehr lustig. Meine Schwester hat diese Kassette mit selbst gebastelten Layout bis heute.

Die große Literatur

In der Schule fiel mir dann im Tschechischunterricht das Verfassen von Aufsätzen und das Lesen von Pflichtliteratur folglich sehr leicht. Als ich Deutsch gelernt hatte und Aufsätze auf Deutsch schreiben musste, wurde mir gar nicht geglaubt, dass ich die Texte selber verfasst habe. An der Universität bereitete es mir keine Probleme, Seminar- und Hausarbeiten zu schreiben und Fachliteratur zu studieren.

Die Liebe zum Lesen und Schreiben hat mich in den ganzen Jahren nicht verlassen. Selbst wenn ich jetzt keine Aufsätze mehr über die von mir gelesenen Briefe schreibe, lese ich nach wie vor sehr gerne. Mittlerweile nicht nur Literatur in tschechischer Sprache, sondern auch in Deutsch, Polnisch, Slowakisch und Englisch. Die Liste der gelesenen Bücher wird immer länger. Die Begeisterung für Bücher ist trotzdem nicht erloschen. Im Gegenteil.

Fachliteratur, Zeitungen und Zeitschriften

Neben den literarischen Werken lese ich natürlich auch Fachliteratur sowie ausgewählte Zeitschriften und die Tagespresse. Dank der Verbreitung des Internets ist auch der Zugriff auf mehrsprachigere Artikelausgaben besonders leicht geworden. So ist es heutzutage kein Problem, über das aktuelle Geschehen in unterschiedlichen Ländern in der entsprechenden Landessprache informiert zu werden, was für eine Übersetzerin von großer Bedeutung ist. Außerdem kann man mit Hilfe der RSS-Feed-Funktion Zeitungs- und Blogartikel abonnieren, um rechzeitig über neu erschienene Artikel zu bestimmten Themen informiert zu werden.

Fachartikel

In der Fachzeitschrift “Berliner Anwaltsblatt” habe ich im April 2012 auf den Seiten 134 – 136 einen Artikel unter dem Titel “Der kompetente Übersetzer im Meer der Sprachmittler” veröffentlicht. Ich gebe hier Rechtsanwälten praktische Tipps für die Suche nach passenden Übersetzern und/oder Dolmetschern und erkläre, vorauf man beim Übersetzen von juristischen Fachtexten besonders achten muss.

Blogs

Zu meiner täglichen Lektüre gehören neben den Zeitungen und Zeitschriften der deutschen sowie der internationalen Presse auch mehrere Blogs. Es handelt sich dabei sowohl um Blogs von Kollegen als auch Blogs aus ganz anderen Branchen, in denen Thematik angesprochen wird, die mich persönlich oder beruflich interessiert. Auf diese Weise hohle ich mir auch unter anderem Ideen und Inspiration für meinen eigenen Blog. Hier habe ich jetzt die Möglichkeit entdeckt, meine eigenen Artikel zu schreiben und auch zu veröffentlichen. Ich schreibe jetzt nicht mehr nur für meine Familie, Bekannte, Verwandte, Freunde oder Kollegen, sondern auch für das breite Publikum. Dank meinem Blog sind die von mir veröffentlichten Artikel für jeden sichtbar. Jeder der Interesse an Artikeln aus der Übersetzungspraxis und an fachübergreifenden Themen hat, die auch mich interessieren und über die ich hier schreibe, kann meine Artikel lesen oder sie auch abonnieren. Worüber es in diesem Blog geht, können Sie im ersten Artikel “Willkommen bei Dolmetschbar-Blog” nachlesen. Meine ersten Blogversuche und frühere Artikel finden Sie in den jeweiligen Kategorien oder im Archiv unterteilt in verschiedene Themenbereiche sowie auffindbar unter den einzelnen Schlagwörtern.

Ich hoffe, dass ich Ihnen durch diesen Artikel meine Liebe zu Texten und Literatur überhaupt überzeugend darstellen konnte. Gleichzeitig hoffe ich, Sie davon überzeugt zu haben, meine Texte hier zu verfolgen und mit Freude zu lesen. Ich möchte Sie hiermit dazu ganz herzlich einladen. Betonen möchte ich noch, dass auch das Mitmachen und das Feedback meiner Leser ausdrücklich erwünscht ist sowie das Weitergeben an andere potenzielle Interessierte – an Ihre Kollegen, Arbeitgeber, Auftraggeber, Freunde, Verwandte und Bekannte. Sie können die einzelnen Artikel auch bei verschiedenen Social-Media-Platformen verlinken und über RSS-Feed oder E-Mail abonnieren. Zum Kommentieren eignet sich hervorragend die Kommentar-Funktion unter jedem Artikel.

Ich freue mich über Ihr Feedback und Ihr hoffentlich anhaltendes Interesse an den News aus der Übersetzungspraxis. Bleiben Sie dabei!

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Die Autorin: Iva Mäder - Diplom-Übersetzerin und beeidigte Dolmetscherin
Kontakt: +49 30 64835590 | blog@dolmetschbar.de | www.dolmetschbar.de

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